Perser

Einordnung

Benachbarte Kulturen

Datierung

500 bis 330 v.Chr.

Beschreibung

Bei dem Begriff Perser denken wir heutzutage hauptsächlich an das Reich der Achämeniden, das von 550 vor Christus bis zur Eroberung durch Alexander den Großen im Jahre 330 vor Christus bestand. Die Perser waren damals kein einheitliches Volk, sondern vielmehr eine Sammlung aus unterschiedlichen Stämmen und Kulturen. Allerdings unterschieden die antiken Griechen oft nicht zwischen den einzelnen Gruppierungen, weshalb auch wir hier den Sammelbegriff Perser verwenden. Das Reich der Achämeniden wurde gegründet von Kyros II, später genannt dem Großen, der ursprünglich ein Vasallenreich im Hoheitsgebiet der Meder regierte. Kyros gelang es allerdings die medische Kontrolle über sein Reich abzuschütteln, und daraufhin das gesamte Reich der Meder zu erobern. Kurz darauf konnte er durch einen Sieg über Krösus die Kontrolle über Kleinasien und die dortigen griechischen Städte gewinnen, und danach über Babylonien. Die Nachfolger des Kyros gliederten noch Ägypten, Thrakien, und Teile Indiens in das persische Großreich ein.

Zu Beginn der griechischen Klassik, im Jahre 500 vor Christus begehrten die griechischen Kleinasiens, unterstützt durch Athen und Eretria, gegen die persische Herrschaft in den ionischen Aufständen auf. Dadurch bahnte sich ein Konflikt zwischen dem Perserreich und den Stadtstaaten Griechenlands an, der in den Perserkriegen gipfelte. Obwohl es den Persern gelang große Teile Griechenlands und auch Athen kurz zu besetzen, wurden sie schließlich von den Griechen geschlagen, und mussten sogar im Zuge einer Gegenoffensive die kleinasiatischen Städte wieder abtreten. Für beinahe ein halbes Jahrhundert kamen sich die Perser und Griechen nicht mehr direkt in die Quere, bis Persien im Peloponnesischen Krieg die Seite Spartas ergriff. Im Gegenzug hatte Sparta den Persern die Rückgabe der kleinasiatischen Gebiete versprochen. Nach Spartas Erfolg im Peloponnesischen Krieg kam es wegen genau diesem Versprechen zum Streit. Artaxerxes II konnte im Jahre 386 vor Christus doch noch die Abtretung Kleinasiens und Zyperns an die Perser erreichen. In der Folge wandten sich beide Kulturen wieder internen Angelegenheiten zu. Die Perser eroberten das kurz zuvor abtrünnig gewordene Ägypten zurück. Das Ende des Achämenidenreichs kam mit den Feldzügen Alexander des Großen. Er konnte den letzten persischen König Dareios III mehrfach auf dem Schlachtfeld besiegen, und eroberte die persischen Gebiete für das Königreich Makedonien. Der letzte Herrscher der Achämeniden starb im Jahre 330 vor Christus, ermordet durch die eigenen Vertrauten.

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